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Produkt: Zeitschrift: Tierbefreiung Herbst 2009, 1 Stück

Zeitschriften


Beschreibung:
Zeitschrift: Tierbefreiung Herbst 2009

Ausgabe 64 u.a. mit folgenden Themen:


Titelthema:
„Schweinerei“ in Hannover
Proteste gegen das geplante Tierversuchslabor
in Hannover

Hintergründe zu Boehringer Ingelheim und das geplante Europäische Impfstoffzentrum Hannover, der Besetzung und Räumung des Geländes sowie ein Interview mit einer Besetzerin


"Schweinerei in Hannover!
Das geplante Tierversuchslabor vom Pharmariesen Boehringer Ingelheim, welches neben der Tierärztlichen Hochschule Hannover entstehen soll, sorgte in den letzten Monaten für massive Proteste. Die Anlage soll der Erforschung von Impfstoffen für Krankheiten dienen, welche im Zuge von Massentierhaltung auftreten. Die 1000 vorgesehenen Schweine werden im Falle des Baus also gequält, um die Massentierhaltung intensivieren oder zumindest stützen zu können, ohne zu viele „Exemplare“ an haltungsbedingte Krankheiten zu verlieren. Insgesamt sollen jährlich 6000 Schweine für dieses Vorhaben ihr Leben verlieren.


"Heute leben die Kühe hier, um einfach
nur zu leben."
Früher war er Landwirt und sie nur Nummern, behandelt wie Maschinen, die reibungslos funktionieren mussten. Wirtschaftlichkeit und Gewinnmaximierung war das Maß aller Dinge. Heute sitzt er gerne einfach nur mal so da und beobachtet Trine oder Martin beim Wiederkäuen. Respekt im täglichen Umgang und größtmögliche Freiheit für die Tiere. Das ist, was für ihn zählt. Der ehemalige Tierausbeuter lebt heute vegan und führt ein Altersheim für Kühe. Jan Gerdes erzählt von früher, heute und davon, wie es einmal werden soll.


Covance gegen die tierbefreier e.V.
Filmaufnahmen weiterhin verboten -
Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht
Im letzten Heft wurde über den negativen Ausgang der Verfassungsbeschwerde in dem Verfahren Covance gegen die tierbefreier e.V. berichtetet. Es ging um das Zeigen von versteckt gefilmten Aufnahmen innerhalb des Tierversuchslabors aus dem Jahre 2003. Im August 2009 wurde dagegen nun Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg eingelegt.


Im Visier – Porträts gejagter Tiere: Die Wanderratte – geächtete Kulturfolgerin
Zwischen „Schachartikel“ und „Schallisolierung“ finden sich 5 Seiten voller Grauen in den Gelben Seiten von Berlin. 5 Seiten „Schädlingsbekämpfung“. Firmen, die sich mit dem Töten von Tieren befassen. Wer fragt, was das mit Jagd zu tun hat, findet die Erklärung in der veralteten Berufsbezeichnung „KammerjägerIn“ oder „Zimmerförsterin“. Die Methoden mögen sich von denen der Jagd unterscheiden, aber ideologisch findet sich kaum ein Unterschied. Tiere werden getötet, weil sie „in zu großer Zahl“ vorkommen und dadurch das bedrohen, was Menschen als „ihr Eigentum“ betrachten – ob das nun Bäume im Wald sind oder Lebensmittelvorräte in der Küche. Die Grenzen sind fließend – Waldjäger und Kammerjäger stellen zum Teil denselben Tieren nach. Leider wird das Thema der Kammerjagd häufig stiefmütterlich behandelt. Hier soll es Erwähnung finden, auch wenn es dem einen oder der anderen zu weit hergeholt erscheinen mag.


Im Fadenkreuz Direkter Aktionen: Novartis Chef Daniel Vasella
Oder: Anti-HLS und die Tierversuche, ein Dilemma (?)
Normalerweise gibt es über den Vorstandsvorsitzenden und Verwaltungsratspräsidenten der Novartis AG, Daniel Vasella, immer dann Schlagzeilen,wenn es um horrende Managergehälter oder bedenkliche Machtakkumulation innerhalb eines Konzerns geht. Seit Ende Juli geht es in den Medien aber um etwas anderes, wenn der Name Vasella fällt.

Tierbefreiungskongress 2009
Auch beim diesjährigen Tierbefreiungskongresses gab es wieder reichlich Vorträge und Workshops zu Theorie und Praxis. Dabei wurde durchaus nicht nur Erbauliches berichtet, sondern auch selbstkritisch diskutiert. Im Fokus des Programms standen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Bewegung gleichermaßen.

Bist du „well adjusted“?
Im Juni 2009 lud die Tierrechts-Aktion-Nord (TAN) zu einer Diskussionsveranstaltung in Hamburg ein. Im Fokus ihrer Analyse und Kritik stand die sogenannte „autonome Szene“, bestehend aus „well adjusted people“, die sich auf dem rechten Weg der bürgerlichen Gesellschaft bewegen, sowie Nachahmer_innen aus der Tierrechtsbewegung und die Folgen für die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung. Über 70 Interessierte kamen, um den Vorträgen zu folgen und mit den Referent_innen zu diskutieren.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen - Linke Kritik des Antispeziesismus
Kritische Auseinandersetzungen mit Antispeziesismus scheinen sich innerhalb linker politischer Strömungen zunehmenden Interesses zu erfreuen. Ein Bericht vom Seminar der Junge Linke zum politischen Veganismus an einem Juniwochenende bei Berlin

Strafantrag gegen Tierrechtler_innen in Österreich!
Fast ein Jahr nach der Enthaftung und weiteren Hausdurchsuchungen und umfassender Ermittlungen wurde nun mit dem Strafantrag klar, dass es einen Prozess gegen die zehn ehemals inhaftierten Tierrechtler_innen geben wird.

Vegan kochen mit Ente
Im ersten Teil der neuen Kolumne erwartet euch eine Anleitung zum Herstellen von Seitan aus einfachem Mehl und einige Rezepte, um den fertigen Seitan zu etwas Leckerem verarbeiten zu können. Also ran an die Kochlöffel!

Ich mal mir eine neue Welt: Einige Gedanken über vegane Utopien, Schnittmengen mit anderen Bewegungen und Elemente einer grundlegenden Konsumkritik
Der Fokus der Tierbefreiungsbewegung ist auf die Veränderung des Status’ nichtmenschlicher Tiere in unserer Gesellschaft gerichtet. Das ist an sich gut und wichtig. Problematisch wird es allerdings, wenn dieser Schwerpunkt nicht als vernetzt mit anderen Bewegungen gedacht wird, sondern aus- und abschließend für sich allein steht. Ein zentrales Beispiel aus der Bewegung – der „Veganismus“1 – zeigt die Probleme einer solchen eingeschränkten Sichtweise auf.

Satire: Mein Leben in der Schublade
Ich bin Veganer. Um es gleich vorweg zu nehmen: Mangelerscheinungen habe ich eigentlich ständig. Aber das würde ich natürlich niemals zugeben!

Interview: "Ein Löwe muss töten, um sich zu ernähren"
Ulrike Freitag sprach mit Ulf Naumann über Gerechtigkeit, Leid und Doppelmoral. Ulf Naumann ist Vorsitzender des Vereins die tierbefreier e.V. und engagiert sich seit 15 Jahren aktiv für die Rechte der Tiere. Das Interview erschien in der Grazer Wandzeitung „ausreißer“ und ist auf den folgenden Seiten nachzulesen.

Rezension: "Texte zur Tierethik"
Gut lesbare und wertvolle Textsammlung zur aktuellen tierethischen Debatte. Anhand von Originaltexten (die zum großen Teil zum ersten Mal übersetzt wurden) wird ein Überblick über das heutige philosophische Nachdenken über die moralisch angemessene Behandlung von Tieren gegeben.

Berlin
Erfolgreiche Blockade der Modenschau von ESCADA

MaxMara scheitert mit Einstweiliger Verfügung in Berlin
Der italienische Luxusmodekonzern sieht sich durch Kundgebungen in seiner Geschäftsfähigkeit eingeschränkt und trifft auf wenig Verständnis bei Berliner Richter_innen. Eine Einstweilige Verfügung, die auf die Einschränkung des Demonstrationsrechts zielte, wurde durch Land- und Kammergericht zurückgewiesen.

Polizei geht gegen Pelzgegner vor
Berliner-Tierrechts-Aktion kritisiert mehrere Festnahmen nach lautstarker Demonstration gegen Pelzhandel von ESCADA in Berlin

Aktions- und Demoberichte
· Kundgebung gegen Pelz- und Ledermodenschau in Stendal
· 20.Tierrechtstag in München

Schimpansen im Tiergarten Straubing
Am 8. Juli 2009 berichtete der Bayerische Rundfunk (BR/ARD) in seinem Politmagazin Kontrovers über die Schimpansenhaltung im Provinzzoo Straubing (siehe auch ausführlichen Bericht in TIERBEFREIUNG 63) In zahllosen Telefonaten mit der Redaktion war es TR-Aktivisten gelungen, die Journalisten für das Thema zu interessieren. Entscheidender Punkt dabei war, dass dem BR mit Dr. Signe Preuschofft eine weltweit anerkannte Primatologin angeboten werden konnte, die eigens aus Wien anreisen und sich vor Ort zu den Haltungsbedingungen der drei Schimpansen äußern wollte.
 
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